September 29, 2009

Hwaryeohan hyuga – May 18

Posted in Krieg tagged , , , , , , , , , , , , um 00:27 von Andreas

FilmplakatHeute habe ich mir etwas schwerere Kost getan: Was kann passieren, wenn ein Land vom Militär beherrscht wird und dieses sich plötzlich gegen die eigene Bevölkerung wendet? In Südkorea gab es am 18. Mai 1980 eine Demonstation, die eskalierte und nach 9 Tagen, am 27. Mai, im Gwangju-Massaker endete. Genau ein Jahr vor meiner Geburt.

Dieser Film zeigt die Ereignisse in diesen 9 Tagen. Hauptcharaktere sind die Brüder Min-woo (Taxifahrer) und Jin-woo (Student), Min-woos Angebetete Shin-ae (Krankenschwester) und ihr Vater Heung-su (Hauptmann a.D.). Als die Armee Truppen zur Universität schickt, um eventuelle rebellische Bewegungen durch starke Präsenz im Keim zu ersticken, kommt es zu Gegendemonstrationen durch die Studenten. Bei Schlagstockhieben in Tränengaswolken stirbt bald der erste Student, wodurch die Spirale von Gewalt und Gegengewalt in Gang gesetzt wird. Aufgezogen wird die Story an der Romanze zwischen Min-woo und Shin-ae. Er versucht ihr Eroberer und Beschützer zu sein, sie versucht ihre Unabhängigkeit zu bewahren und gute Arbeit zu machen.

Dieser Film zeichnet sich vor allem durch einige extrem bewegende Momente aus, die einem direkt ins Herz gehen. Sie veranschaulichen was es heißt, zu töten und getötet zu werden. Von einer Sekunde auf die nächste ist man plötzlich an Stelle des Schauspielers, und fühlt selbst wie es sein muss, in eine solche Situation zu gelangen. Und was es heißt, in einer Diktatur zu leben, auch wenn sie vermeintlich friedlich ist.

"May 18"
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