September 26, 2009

Horobicheu-reul wihayeo – My piano

Posted in Das Leben tagged , , , , , , , , , , , , um 14:22 von Andreas

Diesen Film habe ich damals geschaut, nachdem ich eine Filmkritik gelesen hatte. Da ich Korea schon länger mit klassischer Musik assoziiere, war ich gespannt darauf, wie die Thematik im Kontrast von den europäischen Musiker-Biografie-Filmen umgesetzt wird. Und ich muß sagen, nicht wie ich es erwartet hätte, aber gut.

Die Story ist ein Terzett aus der alleinstehenden Kim Ji-su, 31 Jahre, eine gescheiterte Künstlerin die gerne doch noch zu Ruhm kommen will, Gyung-min, einem schwererziehbarem Waisenkind, und einem namenlosen Bewunderer der den Pizzaladen nebenan besitzt. Die Musik kann als eigene Rolle somit drei Facetten ausspielen, als den Weg zum Erfolg, als der Weg zur Persönlichkeitsentwicklung, und als Weg um eine Frau rumzukriegen. Dass diese drei Formen von Musik und damit auch die drei Charaktere in einem ständigen Konflikt stehen, von dem alle etwas lernen, ist selbstredend.

Durch die bunte Mischung aus Genre bekommt der Film eine starke Authentizität. Hier wird nicht eine epische Geschichte erzählt, sondern ein Stück Alltag auf Leinwand gebannt. Aber das mit sehr starken Bildern, bewegenden Momenten, und einem exzellenten Soundtrack. Der Film ist ein Wechselbad der Gefühle, darauf sollte man sich einstellen bevor man ihn anschaut.

„My piano“
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September 25, 2009

Saibogujiman kwenchana – I’m a Cyborg, But That’s OK

Posted in Gestört, Lovestory tagged , , , , , , , , , , , , um 23:05 von Andreas

FilmplakatAls ich diesen Film sah, war ich sofort verliebt. Eines der Meisterwerke der letzten 5 Jahre, nur dumm dass in Deutschland noch fast niemand davon gehört hat. Wenn es um magische Momente, verrückte Charaktere, witzige Geschichten und eine Menge Fantasie geht, kann Amélie im Vergleich einpacken. Die südkoreanische Antwort ist um einiges zeitgemäßer ausgefallen.

Eine unklassische Liebesgeschichte, auf der einen Seite Young-goon, weiblich, jung, glaubt sie wäre ein Cyborg, und benimmt sich dementsprechend. Auf der anderen Seite Il-soon, männlich, jung, glaubt er kann andere Menschen ihrer Gefühle berauben, und treibt damit die halbe Irrenanstalt in den Wahnsinn. Als Young-goon wegen Nahrungsverweigerung eingeliefert wird, will er sie vor sich selbst beschützen, und bringt Himmel und Erde in Bewegung damit sie Nahrung zu sich nimmt, damit sie ihm nicht wegstirbt.

Von Lachen bis Weinen, Action bis Meditation, Naivität bis Weisheit, ist in dem Film alles zu haben was man sich von einem guten Film erhofft. Dazu erkommt eine außerordentliche bunte Bildsprache, eine lebendige Kameraführung und zwei bewegende Hauptdarsteller. Pflichtprogramm für jede gute Filmsammlung, für mich ein IMDb-Top250-Kandidat.

„I’m a Cyborg, But That’s OK“
auf YouTube :: Hancinema :: IMDb :: OFDb :: Amazon

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September 15, 2009

Kimssi Pyoroogi – Castaway on the moon

Posted in Lovestory tagged , , , , , , , , , , , , um 23:46 von Andreas

FilmplakatLetzte Woche habe ich mir nach einer Empfehlung in der Hancinema-Gruppe auf wer-kennt-wen diesen Film angeschaut. Zuerst einen Blick auf IMDB geworfen, und sowohl Drama als auch die Bewertung haben gestimmt. Der zweite Blick auf den Trailer auf Youtube geworfen, und bei Sekunde 15 war mir schon klar, dass ich diesen Film anschauen werde. Die Farbkomposition die der Kameramann da am Strand einfängt, trifft zu hundert Prozent meinen Geschmack, und die Qualität der Bilder auch.

Der Film handelt von dem Anfang einer Beziehung zwischen zwei Menschen, die beide nicht mit der Gesellschaft zurechtkommen, und in extreme Verfallen sind. Während Kim (f) sich in ihrem Zimmer verbarrikadiert, und den Kontakt mit der Außenwelt auf das Überlebensnotwendige reduziert, ist Kim (m) nicht so zögerlich, und springt von einer Brücke. Der Weg bis zum ersten Treffen wird in diesem Film auf sehr witzige und selten langweilige Weise gezeichnet.

Anstatt die Problematiken des Rückzugs und des Suizids auf bitterernste deutsche Weise oder auf die zynisch-österreichische Art anzugehen, geht der Regisseur hin und zeigt, wie absurd komisch das gezeigte Verhalten ist, indem er es auf die absolute Spitze treibt. Natürlich merkt man, wie kritisch die Lage der beiden Hauptdarsteller ist, und wie die Charaktere selbst ihre Situation keineswegs zum Lachen finden. Aber je weiter die Story sich entwickelt, desto klarer wird, dass sie sich da selbst in etwas hineingesteigert haben, und der Ausweg jederzeit offen steht. Und manchmal reicht der Kontakt zu einem anderen Menschen, um über seinen eigenen Schatten zu springen.

„Castaway on the Moon“
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